Eine Videowall besteht aus mehreren Displays, die zusammen eine einzige Anzeigefläche bilden und darauf unterschiedliche Inhalte darstellen. Die einzelnen Bildschirme haben in der Regel besonders schmale Ränder, damit Inhalte, die über zwei Displays laufen, nicht sichtbar zerschnitten werden. Videowalls sind längst Teil des Alltags: an Flughäfen, in Fernsehstudios, Kontrollräumen, Einkaufszentren oder Veranstaltungssälen.
Grundsätzlich stehen vier Technologien zur Auswahl: Videowalls mit LED-Panels, Rückprojektionswürfel (DLP), TFT/LCD-Monitore und Frontprojektoren. Hinzu kommt OLED, qualitativ hervorragend, preislich entsprechend, und deshalb nur für sehr spezielle Anforderungen im Einsatz. Alle unterscheiden sich in Bildqualität, Projektionsanordnung und Nachleuchtverhalten und eignen sich damit für jeweils andere Anwendungsfälle.
Dieser Beitrag konzentriert sich auf Videowalls mit LED-Panels, ein Produkt mit großem Potenzial in einem stark wachsenden Markt.
Am häufigsten kommen LED-Videowalls in diesen Bereichen zum Einsatz:
Soll die Videowall möglichst groß ausfallen, gibt vor allem die Raumaufteilung die Form vor.
Ein breiter, wenig tiefer Raum mit niedriger Decke verlangt in der Regel nach einer flachen, breiten Videowand. Andere Raumgeometrien führen eher zu einem quadratischen Format.
Der Grundriss allein bestimmt Höhe und Breite jedoch nicht. Auch Größe und Seitenverhältnis der Quellinhalte sowie deren geplante Anordnung auf der Fläche prägen Form und Konzeption der Videowall.
Eine LED-Videowall ist ohnehin eine äußerst flexible Technologie mit praktisch unbegrenzten Konfigurationsmöglichkeiten. Das starre Rastermuster, das diese Technik früher kennzeichnete, gehört der Vergangenheit an.
Ein gutes Beispiel liefert „The Wall” von Samsung: Die Lösung passt sich Ecken, Rundungen und sogar kompletten Gebäudefassaden an.
Auf dem Markt stehen zahlreiche Modelle zur Verfügung, deren technische Eigenschaften sich in mehreren Punkten unterscheiden:
Steht das Lastenheft, entscheidet am Ende meist das Budget.
LED-Videowalls zählen zu den gefragtesten audiovisuellen Lösungen überhaupt. Schlüsselfertig sind sie deshalb aber nicht: Es handelt sich um technische Installationen, die fundiertes Know-how in der Planung audiovisueller Systeme voraussetzen.
Wer mehr über eine passende LED-Videowall erfahren möchte, wendet sich am besten direkt an unsere Spezialisten.

IP steht für „Ingress Protection”. Die IP-Schutzart ist eine anerkannte Norm der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Sie beschreibt, wie zuverlässig ein elektronisches Gehäuse gegen das Eindringen von Staub oder Wasser abgedichtet ist. Jedes elektronische Gerät kann eine IP-Schutzart erhalten, auch ein LED-Display für den Außenbereich. Die erste Ziffer steht dabei für den Schutz gegen Festkörper wie Sand, die zweite für den Schutz gegen eindringendes Wasser.
LCD steht für „Liquid Crystal Display”. Diese Panels sind wie ein Sandwich aufgebaut: eine Flüssigkristallschicht zwischen zwei polarisierten Glasscheiben, ähnlich wie beim Smartphone. Flüssigkristalle erzeugen kein eigenes Licht, weshalb hinter dem Glas eine Hintergrundbeleuchtung nötig ist. Genau deshalb wirkt das Bild manchmal etwas flau. Werden mehrere LCD-Displays zu einer Videowall zusammengesetzt, bleiben zudem die Ränder sichtbar, also die Übergänge zwischen Bildfläche und Rahmen.
Alles, was ein Computer anzeigen kann, lässt sich auch auf einer Videowall darstellen. Bei Installationen im Außenbereich spielt Ton dabei meist keine Rolle.
Der Bezel bezeichnet den Abstand zwischen den Bildflächen zweier benachbarter Displays. Anders ausgedrückt: die Rahmenstärke eines Bildschirms, mal zwei.
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