Server, Netzwerke, Anwendungen, Endgeräte: Die IT-Landschaft eines Unternehmens ist heute so vielschichtig, dass ein lückenloses Monitoring längst kein Nice-to-have mehr ist, sondern schlicht Pflicht.
Das sehen auch die IT-Verantwortlichen so. In einer Umfrage von Centreon (Monitoring-Barometer 2021–2023) stufen 89 % der befragten IT-Fachleute das IT-Monitoring als hohe Priorität für ihr Unternehmen ein und gehen davon aus, dass seine Bedeutung künftig noch zunimmt. Dieser Beitrag zeigt, welchen Nutzen ein durchdachtes Monitoring der IT-Infrastruktur bringt und worauf es bei der Umsetzung ankommt.
Was IT-Monitoring eigentlich leistet
Beim IT-Monitoring werden die einzelnen Komponenten der IT, also Server, Netzwerke, Anwendungen und Geräte, in Echtzeit überwacht, damit alles reibungslos läuft.
Im Kern geht es darum, Störungen und Auffälligkeiten, die den Betrieb beeinträchtigen könnten, möglichst früh zu erkennen. So lassen sich rechtzeitig vorbeugende oder korrigierende Maßnahmen ergreifen, Ausfallzeiten gering halten und die Leistung der Systeme auf hohem Niveau sichern.
Ebenso wichtig ist die Rolle des Monitorings für ein vorausschauendes Sicherheitsmanagement. Werden Ereignisprotokolle, Einbruchsversuche und verdächtige Aktivitäten laufend ausgewertet, kann das IT-Team schnell auf mögliche Bedrohungen reagieren und sensible Daten und Informationen wirksamer schützen.
Dabei umfasst IT-Monitoring sowohl die Hardware als auch die Informationssysteme, die darauf laufen.
Mit solchen Tools behält man den Überblick über sämtliche Bestandteile der IT-Infrastruktur, von Rechnern und Software über Lizenzen bis hin zu Peripheriegeräten. Außerdem erleichtern sie die Planung von Updates und vorbeugender Wartung. Alle physischen und virtuellen Maschinen mit eigener IP-Adresse werden dabei als Hosts bezeichnet.
Diese Programme werden auf den einzelnen Hardwarekomponenten installiert, etwa auf Servern, Netzwerk-Switches, Speichersystemen oder in Anwendungen. Die Sonden und Agents, häufig auch als Services bezeichnet, erfassen Leistungs- und Zustandsdaten wie CPU-Auslastung, Arbeitsspeicher, Temperatur oder den Status der Festplatten. Anschließend übermitteln sie diese Daten über sogenannte Konnektoren an die Monitoring-Plattform.
Sie ist das Herzstück des gesamten Systems. Eine Plattform wie Centreon sammelt die Daten der Sonden und Agents, speichert sie in einer Datenbank und wertet sie aus, um Leistungs- oder Verfügbarkeitsprobleme aufzuspüren.
Da die Monitoring-Daten langfristig gespeichert werden, lassen sie sich auch im Nachhinein analysieren. Das ist die Grundlage für historische Berichte und das Erkennen von Trends.
Spannend ist am Ende weniger die Frage, ob Router X oder die virtuelle Maschine Y gerade ausgefallen ist, sondern vielmehr, welche Auswirkungen dieser Ausfall auf das Geschäft hat.
Deshalb lohnt es sich, die Zusammenhänge in einer grafischen Übersicht darzustellen: von den Services (etwa die Stromversorgung von Server X, an oder aus) über die Hosts (Server X) bis hin zu den Fachanwendungen, die davon abhängen (die Geschäftsanwendung auf Server X).
Dazu gehören Firewalls, Virenschutz und Maßnahmen zum Schutz der Daten, um Cyberangriffen und dem Abfluss sensibler Informationen vorzubeugen.
Wer das nötige Grundwissen in Sachen IT-Sicherheit vermittelt bekommt und zu sicherem Verhalten angehalten wird, macht weniger Fehler im Umgang mit der IT. Das senkt das Risiko durch unsachgemäße Nutzung spürbar.
Ein System für das Monitoring der IT-Infrastruktur besteht in der Regel aus mehreren miteinander vernetzten Komponenten, die gemeinsam Daten erfassen, auswerten und darstellen.
Dashboards und Visualisierung
Die Monitoring-Plattform bietet Visualisierungswerkzeuge, mit denen sich die Daten klar und übersichtlich darstellen lassen. Dashboards können zum Beispiel gezielt Informationen zur Hardware anzeigen, etwa den Status der Server, die belegte Speicherkapazität oder die Leistung der Netzwerkschnittstellen.
Alarme und Benachrichtigungen
Erkennt die Plattform ein Problem, alarmiert sie die Systemadministratoren. Die Meldung enthält dabei auch Angaben zur betroffenen Hardware, etwa welcher Server ausgefallen ist oder welche Schwellenwerte überschritten wurden.
Damit das Monitoring der IT-Infrastruktur von Anfang an rund läuft, sollte die Einführung in klar definierten Schritten erfolgen:
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